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16.10.2018 16:54:59
25. August 2018

Am gewollten Chaos gescheitert


Parteipräsident Günther Fritz kommentiert die DU-Spaltung auf der Klar.-Seite vom 25. August.

Bereits zum zweiten Mal bringt Harry Quaderer Zwist und Ungemach in eine Partei. Als er im Februar 2011 aus der VU austrat, begründete er dies unter anderem damit, dass «die Art und Weise der Entscheidungsfindung, aber auch die autokratische und orientierungslose Führung der Partei» und «insbesondere die lückenhaft oder zum Teil gar nicht stattfindende Kommunikation» für ihn nicht mehr tragbar seien. «Man verordnet von oben nach unten, anstatt von der Basis nach oben», sagte er damals zu den Medien.

Solche Vorwürfe, die er bei seinem Parteiaustritt aus der VU gegen seine Parteikollegen erhoben hatte, muss sich DU-Chef Harry Quaderer nun selber von den Abtrünnigen Erich Hasler, Herbert Elkuch und Thomas Rehak anhören. Der ausgeschlossene Abgeordnete Erich Hasler wollte nicht länger einem «etwas chaotischen Verein» angehören, wie dies DU-Chef Harry Quaderer anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung gegenüber Radio L selber beschrieben hatte. Das dauernde Drängen von Erich Hasler, bei den DU klare Strukturen einzuführen, hatte Harry Quaderer offenbar gar nicht gepasst, da es ihn in seiner autokratischen Parteiführung eingeschränkt hätte. So sagte Erich Hasler nach seinem Parteiausschluss gegenüber den Medien: «Am Ende hat es einfach nicht mehr gegeigt - sei es die Art, wie man Politik macht oder wie man mit der Basis, mit ehemaligen Landtagskandidaten oder mit der Presse umgeht.»

Es scheint jedenfalls so zu sein, dass Harry Quaderer nun über die von ihm selber verursachten «chaotischen» Zustände und seinen Führungsstil, der von Abscheu gegenüber klassischen Parteistrukturen geprägt ist, gestolpert ist. Viele DU-Wählerinnen und -Wähler dürften nun den Kopf schütteln und sich fragen, welcher Flügel der auseinandergerissenen «Unabhängigen» noch ihren Willen vertritt. Indessen beschäftigt sich auch die FBP weiterhin mit sich selber. Nach dem Parteiaustritt von Johannes Kaiser rumort es schon wieder unüberhörbar. Die öffentliche Demontage von Aussenministerin Aurelia Frick durch den Stellvertretenden FBP-Abgeordneten Alexander Batliner in Bezug auf ihre Reisespesen deutet auf einen weiteren internen Machtkampf hin, den sie laut ihrer aktuellen Radio-Aussage, nach dieser Amtsperiode auszusteigen, offenbar verloren hat. Gut, dass es mit der VU noch eine stabile und verlässliche politische Kraft in diesem Land gibt, die sich mit dem Bürgerpaket um die wirklichen Anliegen der Menschen kümmert!


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Die Vaterländische Union (VU) ist eine Partei im Fürstentum Liechtenstein. Die Wurzeln der VU gehen auf die 1918 gegründete, christlich-sozial ausgerichtete Liechtensteiner Volkspartei zurück. Die VU war der Motor für grundlegende politische und soziale Reformen in Liechtenstein im frühen 20. Jahrhundert und verstand sich als Arbeiterpartei, die sich für mehr demokratische Volksrechte, soziale Sicherheit, Solidarität in der Gesellschaft und auch eine starke, differenzierte Wirtschaft einsetzte und sich immer noch für diese Werte einsetzt. Die Mitgliedschaft kann von jedem Einwohner/jeder Einwohnerin Liechtensteins, der/die das 16.Altersjahr erfüllt hat, durch Erklärung erworben werden.
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