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20.10.2017 18:10:34
05. Oktober 2017

„Es ist Zeit, dem Bedarf auch Handlungen folgen zu lassen“


Die Landtagsabgeordneten haben erkannt, dass das Prinzip Hoffnung in Bezug auf die zukünftige Finanzierung der Alterspflege nicht funktioniert. VU und FBP haben deshalb gemeinsam ein überparteiliches Postulat ausgearbeitet, das die Regierung dazu einlädt, diverse Massnahmen zu prüfen. Auch die Freie Liste und DU wurden dazu eingeladen, das Postulat zu unterzeichnen, dem sich am Ende 19 Abgeordnete anschlossen.

Die Anzahl der Menschen über 80 Jahre wird sich bis 2030 mindestens verdoppeln – bis 2050 gar verdreifachen. Das stellt den Staat vor eine riesige Herausforderung, die Akteure sind gefordert. Wie dringlich das Thema ist, zeigt nicht zuletzt der Umstand, dass auch im Regierungsprogramm festgehalten ist, alternative Methoden zur Finanzierung der Pflege zu prüfen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Zukunft.li hat zudem gezeigt, welche Finanzierungsfolgen mit der demographischen Entwicklung verbunden sind: Die Gesamtkosten für Pflege und Betreuung der über 64-jährigen beläuft sich auf rund 43 Mio. Franken im Jahr. Allein mit einer Kostensteigerung von nur 1 Prozent im Jahr ist bis 2050 mit Kosten von über 200 Mio. Franken zu rechnen.

Sechs wichtige Punkte prüfen

Mit dem überparteilichen Postulat wird die Regierung nun eingeladen, zu prüfen, welche Konsequenzen sich aus der in den nächsten Jahrzehnten absehbaren starken Zunahme von Menschen im hohen Alter für die Kosten von Pflege und Betreuung im Alter ergeben – insbesondere auch aus Sicht der Finanzierung. Auch soll geprüft werden, ob es in anderen Staaten bekannte, innovative Modell zur Finanzierung der Alterspflege und –betreuung gibt, die auf liechtensteinische Verhältnisse adaptiert werden könnten. Wie die Finanzierung von Pflege- und Betreuungsleistungen von Menschen im hohen Alter generationengerecht gestaltet werden kann, ist schliesslich eine weitere von insgesamt sechs gestellten Fragen, welche die Regierung beantworten soll.


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Die Vaterländische Union (VU) ist eine Partei im Fürstentum Liechtenstein. Die Wurzeln der VU gehen auf die 1918 gegründete, christlich-sozial ausgerichtete Liechtensteiner Volkspartei zurück. Die VU war der Motor für grundlegende politische und soziale Reformen in Liechtenstein im frühen 20. Jahrhundert und verstand sich als Arbeiterpartei, die sich für mehr demokratische Volksrechte, soziale Sicherheit, Solidarität in der Gesellschaft und auch eine starke, differenzierte Wirtschaft einsetzte und sich immer noch für diese Werte einsetzt. Die Mitgliedschaft kann von jedem Einwohner/jeder Einwohnerin Liechtensteins, der/die das 16.Altersjahr erfüllt hat, durch Erklärung erworben werden.
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