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26.06.2017 22:35:01
19. Januar 2017

Die Prioritäten und der politische Stil sollen sich ändern


Wollen mehr möglich machen: Thomas Zwiefelhofer, Daniel Risch und Dominique Gantenbein.

Erschienen im "Liechtensteiner Vaterland" vom 19.1.2017

Die VU legt mit ihrem Programm für die kommenden Jahre zwei politische Schwerpunkte, die sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Programmpunkte ziehen.

Erstens, unser Land rechtzeitig auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten, und zweitens, das Miteinander und den Zusammenhalt in Liechtenstein zu fördern. Wir wollen unseren Beitrag für ein solidarischeres und für die Zukunft gut aufgestelltes Liechtenstein leisten.

Uns für die Zukunft fit machen
Es geht uns um eine konstruktive Zusammenarbeit beim Finden von politischen Lösungen und um weniger Konfrontation in der öffentlichen Debatte. Die VU hat in der laufenden Legislaturperiode die Erreichung eines ausgeglichenen Staatshaushalts mitgetragen und massgeblich mitgestaltet. Wir setzen uns auch weiterhin für eine Gesundung der Staatsfinanzen ein, weil wir damit unserem Staat den notwendigen Handlungsspielraum für intelligente und grössenverträgliche Zukunftsinvestitionen schaffen wollen. Dazu gehört ganz zentral unsere Bildungspolitik, die für die Zukunftsfähigkeit des Landes eine Schlüsselrolle einnimmt. Deshalb engagieren wir uns stark für die aktive Weiterentwicklung des Bildungswesens. Die notwendigen strategischen Entscheidungen müssen frühzeitig getroffen werden, zum Beispiel zu den Herausforderungen der Digitalisierung, damit unser Land den Anschluss nicht verpasst. Bildung soll zudem alle Bereiche der Persönlichkeit fördern: Wissen und Fähigkeiten ebenso wie soziale Kompetenzen und Wertevermittlung.

Wettbewerbsfähig bleiben
Zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit müssen wir auch weiterhin über optimale Rahmenbedingungen für die im Lande tätigen Unternehmen verfügen – für den Finanz- und Dienstleistungsplatz, für die Exportwirtschaft und für unsere Gewerbebetriebe. Es geht nach wie vor darum, Bürokratie abzubauen, damit die Produktivität nicht unter vermeidbarem administrativem Aufwand leidet. Der Wirtschaftsstandort soll auch bei der Infrastruktur vorne mitmischen, zum Beispiel durch die flächendeckende Erschliessung Liechtensteins mit Glasfaseranschlüssen für Unternehmen und Haushalte. Mit der Schaffung von mehr Teilzeitstellen und mehr Flexibilität bei Erwerbstätigkeiten tragen wir zu einer familienfreundlichen Wirtschaft und einer Stärkung unserer Volkswirtschaft bei.

Prioritäten überdenken
Unsere Aussenpolitik muss grössenverträglich bleiben und sich an den wirklichen Bedürfnissen Liechtensteins orientieren. So möchten wir, dass die Beziehungspflege in der unmittelbaren Nachbarschaft – mit den Kantonen St. Gallen und Graubünden sowie dem Bundesland Vorarlberg, mit denen wir in vielfältiger Weise eng verflochten sind – ein noch stärkeres Gewicht bekommt. In der Innenpolitik hat für uns höchste Priorität, dass der Staat für die Einwohnerinnen und Einwohner ein Sicherheitsgarant und verlässlicher Partner bleibt. Bei den dafür benötigten Ressourcen dürfen keine weiteren Abstriche gemacht werden: weder für die innere Sicherheit noch für die soziale Absicherung der Bevölkerung. Liechtenstein muss sich auch rechtzeitig auf die grossen demografischen und gesundheitspolitischen Herausforderungen vorbereiten, wofür wir neue Wege beschreiten und mit einem Demografie-Prozent die finanziellen Mittel sichern wollen.

Solidarität und Zusammenhalt stärken
Wir stehen für die Solidarität im Land ein und für eine Politik, die sich der sozialen Verantwortung bewusst ist und den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Auch knappe staatliche Finanzmittel entledigen uns nicht von dieser Verantwortung. Im Vordergrund stehen dabei die soziale Sicherheit für alle Bevölkerungsgruppen, die Solidarität mit den Schwächeren und die Lebensqualität für die Seniorinnen und Senioren. Wir müssen auch gut darauf achten, dass unser Sozialsystem für den Mittelstand bezahlbar bleibt, was heute bei manchen Familien und Senioren nur noch bedingt der Fall ist. Bei der Familienförderung setzen wir uns dafür ein, dass nicht nur die ausserhäusliche Betreuung, sondern auch das traditionelle Familienmodell unterstützt wird, indem beispielsweise Vorsorgelücken für jene Personen geschlossen werden, die zu Hause Kinder betreuen oder Angehörige pflegen.

Aktiv und menschlich gestalten
Das VU-Programm steht für mehr Solidarität in Liechtenstein und für eine aktive Gestaltung unserer Zukunft: Der Staat muss wieder in die Lage versetzt werden, die notwendigen Investitionen für weiterhin gute Rahmenbedingungen und einen ausgeglichenen Haushalt unter einen Hut zu bringen. Dafür bietet die VU grössenverträgliche, soziale und zukunftsorientierte Lösungen an. In unserem Wahlprogramm zeigen wir auf, wo wir politischen Handlungsbedarf sehen und wie wir zu überparteilich tragfähigen Positionen in der Landespolitik beitragen wollen. Gerade in diesem "Wie" unterscheidet sich die VU von den anderen Parteien.

VU-Regierungskandidatenteam



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Die Vaterländische Union (VU) ist eine Partei im Fürstentum Liechtenstein. Die Wurzeln der VU gehen auf die 1918 gegründete, christlich-sozial ausgerichtete Liechtensteiner Volkspartei zurück. Die VU war der Motor für grundlegende politische und soziale Reformen in Liechtenstein im frühen 20. Jahrhundert und verstand sich als Arbeiterpartei, die sich für mehr demokratische Volksrechte, soziale Sicherheit, Solidarität in der Gesellschaft und auch eine starke, differenzierte Wirtschaft einsetzte und sich immer noch für diese Werte einsetzt. Die Mitgliedschaft kann von jedem Einwohner/jeder Einwohnerin Liechtensteins, der/die das 16.Altersjahr erfüllt hat, durch Erklärung erworben werden.
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