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29.04.2017 07:33:42
11. Oktober 2016

"In der VU haben unterschiedliche Meinungen Platz"


Standpunkt von VU-Parteipräsident Günther Fritz im Liechtensteiner Vaterland vonDienstag, 11. Oktober 2016

Die starke Aufmerksamkeit, mit der sich die FBP als grosser Koalitionspartner derzeit um die Vaterländischen Union kümmert, ist einerseits ehrend und schon fast rührend, andererseits aber durchsichtig und ein untauglicher Versuch, einen Zwist innerhalb der Partei herbei zu schreiben.


Dem aufmerksamen Beobachter dürfte es nicht entgangen sein, dass innerhalb unserer Partei eine offene Diskussionskultur herrscht, unterschiedliche Meinungen zugelassen sind, diese in allseitigem Respekt ausdiskutiert werden und daraus letztlich ein starkes, tragfähiges Gemeinsames entsteht. Genau das macht eine Volkspartei aus, die den Anspruch hat, ein breites Wählerspektrum zu repräsentieren. Daher scheuen wir uns nicht, diese Diskussionen notwendigerweise auch transparent und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar auszutragen.

Bei uns gibt es keine im stillen Kämmerlein von ein paar Wenigen orchestrierte Parteimeinung, welche die Basis idealerweise kritiklos zu übernehmen hat. Bei uns gibt es keine die Fraktion übersteuernden Parteigremien. Erfolg und Misserfolg werden konsequenterweise gemeinsam getragen. Bei uns gibt es keinen Parteipräsidenten, der entnervt den Bettel hinschmeisst, weil sein eigener Regierungschef nicht spurt. Bei uns gibt es keinen dünnhäutigen Chefkandidaten, der mit persönlichen Stellungnahmen in den Landeszeitungen reagiert und auch Abgeordnete im Landtag wiederholt in wenig staatsmännischer Manier anfährt, wenn sie sich erkühnen, seine Meinung nicht zu teilen. In der VU wird im mehrfachen Wortsinn nicht zurück getreten.

Andersdenkende ausserhalb der Partei werden nicht, wie von der FBP schon seit Wochen, von einer Wahlkampfwalze persönlich überrollt, auch nicht stellvertretend von einem parteieigenen Feigen- bzw. Volksblatt. Die VU sucht nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame, das unser Land mehr denn je braucht.

Die Exponenten der VU in Regierung und Landtag verfügen über einen beträchtlichen Arbeits- und Leistungsausweis und stehen zusammen mit der Parteiführung trotz sachlicher Diskurse in hundertprozentig geschlossener Reihe. Die VU wird unter Einbezug aller ihrer Kräfte ein verlässliches Wahlprogramm erarbeiten, sich daran messen lassen und die Öffentlichkeit nicht jetzt schon mit Wahlkampfgetöse nerven, im Gegensatz zu einer nervösen FBP.

 



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Die Vaterländische Union (VU) ist eine Partei im Fürstentum Liechtenstein. Die Wurzeln der VU gehen auf die 1918 gegründete, christlich-sozial ausgerichtete Liechtensteiner Volkspartei zurück. Die VU war der Motor für grundlegende politische und soziale Reformen in Liechtenstein im frühen 20. Jahrhundert und verstand sich als Arbeiterpartei, die sich für mehr demokratische Volksrechte, soziale Sicherheit, Solidarität in der Gesellschaft und auch eine starke, differenzierte Wirtschaft einsetzte und sich immer noch für diese Werte einsetzt. Die Mitgliedschaft kann von jedem Einwohner/jeder Einwohnerin Liechtensteins, der/die das 16.Altersjahr erfüllt hat, durch Erklärung erworben werden.
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