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29.04.2017 07:31:13
20. Oktober 2016

«Mensch. Liechtenstein.»


Bürgerrunde «Brennpunkt Staat» mit Projektinitiator Thomas Zweifelhofer

Erschienen im Liechtensteiner Vaterland vom 20. 10. 2016

 

 

Mit dem Projekt «Mensch. Liechtenstein.» bindet Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer, ausgehend von der Standortstrategie 2.0, diejenigen mit ein, die von wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Weichenstellungen betroffen sind: die Menschen in Liechtenstein.
Auf Einladung von Projektinitiator Thomas Zwiefelhofer diskutierten interessierte Bürgerinnen und Bürger den Themenbereich «Brennpunkt Staat». Sie brachten ihre persönlichen Erfahrungen aus Beruf und Alltag mit ein und diskutierten Fragen wie: Ist unser Staat überreglementiert? Wo liegen die Herausforderungen gegenüber Wirtschaft und Gesellschaft? Wo liegt Verbesserungspotenzial?

Das Warum und den Nutzen bürgernah klären
Zum Optimierungspotenzial des Staats als ordnende und ausführende Hand diskutierte die Bürgerrunde im ersten Workshopteil zusammengefasst folgende Ideen: Die Gesetze laufend auf ihre Aktualität, Gültigkeit und Notwendigkeit hin überprüfen. Dies als eine probate Massnahme gegen eine staatliche Überregulierung. Für die Wirtschaft ist wichtig, dass der Staat gute Rahmenbedingungen schafft. In Bezug auf Regulierungen bedeutet dies für die Wirtschaft: weniger ist mehr. Für die Gesellschaft ist der Staat Garant für Sicherheit, Rechts- und Chancengleichheit sowie Solidarität. Damit dies gewährleistet ist, braucht es genügend und vor allem die richtigen Regulierungen. In diesem Zusammenhang ist wichtig, den Staat und seine Aufgaben noch besser zu erklären sowie das Warum und den Nutzen bürgernah, einfach und gut verständlich zu kommunizieren.

Schaffen einer bürgernahen Servicekultur
Die Bürgerrunde ist überzeugt, dass mit dem Ruf nach einem schlanken Staat - von Wirtschaft und Gesellschaft gleichermassen - auch ein schlanker und effizienter Staatsapparat gemeint ist. Die Diskussion hat gezeigt, dass in diesem Sinne das Produkt «Staat» und seine Dienstleistungen gut sind, aber dass das Image als Dienstleister mit dem Produkt nicht immer mithalten kann. Die Frage ist somit nicht nur, wo können Kosten gespart und wo kann noch effizienter gearbeitet werden, sondern wie kann erreicht werden, dass der Kunde, also der Bürger, mit der staatlichen Dienstleistung wieder vermehrt zufrieden ist? Die Bürgerrunde schlägt dazu Folgendes vor: Das Schaffen und Fördern einer selbstbewussten und bürgernahen «Servicekultur». Zeigen, dass man verwaltungsintern zur «Selbstreflexion» bereit ist, nach Verbesserungsmöglichkeiten sucht und diese glaubhaft und spürbar umsetzt.

Mehr Kompetenz und Motivationsförderung
Die Bürgerrunde ist sich auch bewusst, dass das Positive gerne ver- gessen und das Negative vielfach übergewichtet wird. Kritik darf aber nicht per se abgeschmettert werden. Sie muss gehört und reflektiert werden. Um die Staatsangestellten zu stärken, sind aus der Sicht der Bürgerrunde zwei Schlüsselbereiche wichtig: Erteilen von mehr Kompetenz und verstärkte Förderung der Motivation.
Wenn das Gesamtpaket stimmt, im konkreten Fall wenn der Service der Qualität des Produkts «Staat» angepasst wird, dann wird der Ruf nach einem schlankeren Staatsapparat wieder leiser werden, so die Bürgerrunde «Brennpunkt Staat».

Thomas Zwiefelhofer nimmt Stellung
Projektinitiator Thomas Zwiefelhofer hat sich auch den Kernaussagen, Anregungen und Wünschen der Bürgerrunde «Brennpunkt Staat» gestellt. Auf der Website www.mensch-liechtenstein.li sind seine Standpunkte in einem Filmbeitrag in Interviewform zusammengefasst. Zudem finden sich dort weitere Kurzfilme zu den Bürgerrunden und generelle Informationen über das Projekt «Mensch. Liechtenstein.». Unter www.mensch-liechtenstein.li finden sich Kurzfilme und Interviews zu den unterschiedlichen Themenschwerpunktenundzum Projekt generell. (ikr)

Infos: www.mensch-liechtenstein.li

Zum Bild: Projektinitiator Thomas Zwiefelhofer diskutiert mit Laura Eitzinger und Hubert Sele, Teilnehmer der Bürgerrunde «Brennpunkt Staat», über die Workshopresultate.
Bild: ikr



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Die Vaterländische Union (VU) ist eine Partei im Fürstentum Liechtenstein. Die Wurzeln der VU gehen auf die 1918 gegründete, christlich-sozial ausgerichtete Liechtensteiner Volkspartei zurück. Die VU war der Motor für grundlegende politische und soziale Reformen in Liechtenstein im frühen 20. Jahrhundert und verstand sich als Arbeiterpartei, die sich für mehr demokratische Volksrechte, soziale Sicherheit, Solidarität in der Gesellschaft und auch eine starke, differenzierte Wirtschaft einsetzte und sich immer noch für diese Werte einsetzt. Die Mitgliedschaft kann von jedem Einwohner/jeder Einwohnerin Liechtensteins, der/die das 16.Altersjahr erfüllt hat, durch Erklärung erworben werden.
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